REFLEXION ZU O. T. (FOTOGRAFIEREN), 2012
Eva Schmeckenbecher, 2013
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In meiner Videoarbeit fotografiere ich die Kamera, die mich gerade filmt.
Die Kamera ist mein Werkzeug und gleichzeitig mein Untersuchungsgegenstand.
Sie ist mein Gegenüber – und umgekehrt.
Ich wehre mich gegen ihren Blick, gegen das Gesehenwerden, aber ich benutze sie auch als Spiegel, als Mittel der Kommunikation, der Verbindung und der Abgrenzung.
Zwischen den zwei Kameras, die einander abbilden, entsteht ein Zwischenraum, in dem meine Rolle durch das Bedienen der Geräte funktional ist.
Der Betrachter gerät mit hinein in diesen Zwischenraum, in dem die Ebenen von fotografierender Person (mir), Werkzeug, Motiv, Bild – und seine eigene – in einem rätselhaften Verhältnis zueinander stehen.
Er selbst wird fotografiert, scheinbar.
Er sieht (durch den Sucher der filmenden Kamera) die fotografierende Kamera – aber nicht, was deren Bilder zeigen würden: die Kamera, die sein eigenes Auge ist.
Mein Versuch der Annäherung von so etwas wie verschiedenen Subjekten ist vergeblich und scheitert.
Es bleibt die Sehnsucht nach Einheit und Identität.
O. T. (FOTOGRAFIEREN), 2012
Video, 8:38 min
Ausstellungsansicht Kunstverein Nürtingen, 2014
Foto © Britt Moulien
Ausschnitte: https://vimeo.com/319233186